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Forstbasierte Industrien verbessern CO2-Bilanz der EU

19.06.2020 − 

Die forstbasierten Industrien sorgen in Europa für eine jährliche Verbesserung der CO2-Bilanz um 806 Megatonnen. Das entspricht rund 20 % des gesamten CO2-Ausstoßes in der EU. Diese Bilanz zieht eine unter Federführung des Verbandes der Europäischen Papierindustrie erstellte Studie, an der sich neun weitere Verbände aus Forst-, Holz-, Holzverarbeitungs- und Bioenergie-Industrie beteiligt haben.

Vor diesem Hintergrund berichtet der Verband Deutscher Papierfabriken VDP, Bonn, dass laut Studie die forstbasierten Industrien in ihren Produktionsprozessen 51 Megatonnen CO2 ausstoßen. Auf der Habenseite stehen jedoch die Kohlenstoffspeicherung in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und fertigen Holzprodukten wie Möbeln oder Papier (447 Megatonnen CO2). Hinzu kommen die vermiedenen CO2-Emissionen durch die Substitution fossiler Energieträger erdöl-basierter Materialien durch nachhaltige, holzbasierte Produkte (410 Megatonnen CO2).

Nach Ansicht der europäischen Wirtschaftsverbände greift deshalb auch die Europäische Verordnung über Landnutzung und Forstwirtschaft (LULUC) zu kurz, die nur die CO2-Bindung in Wäldern zur Betrachtung des Sektors heranziehe. Der forstbasierte Sektor müsse ganzheitlich als „zirkuläre Bioökonomie“ betrachtete werden.

Die forstbasierten Branchen bekennen sich ausdrücklich zum Ziel der CO2-Neutralität. Ihren Beitrag sehen Sie dabei vor allem in der Substitution CO2-intensiver Rohstoffe durch Holz basierte Alternativen, in der Abfallvermeidung und einer angestrebten Recyclingquote von 70 % für alle forstbasierten Produkte sowie in der Stärkung der Energieeffizienz und Produktivität in allen Produktionsstufen.

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