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Modellfabrik Papier wächst mit Progroup und Papierfabrik Adolf Jass

10.12.2021 − 

Die Modellfabrik Papier hat weitere Unterstützung aus der Papierindustrie bekommen. Die beiden Papierhersteller Progroup und Papierfabrik Adolf Jass sind seit dem 30. November 2021 neue Gesellschafter der Modellfabrik Papier gGmbH - Gesellschaft zur Forschungsförderung nachhaltiger Papiertechnologien, Düren.

„Papier und Wellpappe sind großartige Produkte mit geschlossenen Recyclingkreisläufen und hervorragenden Sammel- und Rücklaufquoten. Nichtsdestotrotz müssen wir den Energie- und Wasserbedarf bestehender und kommender Papier- und Wellpappwerke weiter optimieren. Deshalb engagieren wir uns gerne in dieser Initiative, um notwendige Entwicklung voranzutreiben“, sagt Philipp Kosloh, COO von Progroup.

„Die natürlichen Ressourcen unserer Erde sind für uns seit jeher ein hohes Gut. Der Ressourcenschonung und dem Umweltschutz räumen wir daher einen hohen Stellenwert ein. Es freut mich ganz besonders, dass wir mit unserem Wissen auch im Rahmen der Modellfabrik Papier unseren Beitrag leisten können, um die Klimaziele von morgen zu erreichen. Denn der wirksamste Klimaschutz ist nicht der, der angekündigt, sondern umgesetzt wird“, erklärt Dr. Jass-Teichmann Geschäftsführende Gesellschafterin der Adolf Jass Papierfabrik.

Das Projekt Modellfabrik Papier stützt sich auf das vorwettbewerbliche Engagement der Gründungsmitglieder ABB, Bellmer, Essity, Felix Schoeller, Koehler Paper, Mitsubishi Paper, Niederauer Mühle, Omya, PK Varel, Sappi, Schoellershammer, Schönfelder Papierfabrik, Voith, Weig Karton und Wepa. Das Projekt wird unterstützt von den Partnern TU Darmstadt, TU Dresden, PTS, Forschungszentrum Jülich, RWTH Aachen, FH Aachen, dem Verband DIE PAPIERINDUSTRIE (e. VDP) und WIN.DN.

Offen für weitere Partner

„Die Ausweitung auf nunmehr 17 Gesellschafter zeigt, wie breit die Unterstützung aus der Papier- und Papierzulieferindustrie für die Modellfabrik Papier ist“, unterstreicht der hauptamtliche Geschäftsführer Peter Bekaert im Gespräch mit EUWID. Das Vorhaben stehe für die Zusammenarbeit der Wissenschaft und der Industrie und lebt vom Input der Akteure der Papierbranche.

Vor diesem Hintergrund will die Modellfabrik Papier, die bereits ein starkes und kompetentes Netzwerk aufgebaut hat, weiter wachsen und zeigt sich offen für neue Partner. Im Laufe des kommenden Jahres 2022 könnten noch zwei bis drei neue Gesellschafter hinzugewonnen werden.

Kommunikation mit Politik forciert

„Insbesondere in diesen bewegten Zeiten stellen viele Akteure fest, dass viel getan werden muss, um die Zukunft der Papierindustrie zu sichern“, erklärt Bekaert. Die aktuelle Entwicklung etwa am Energiemarkt zeigt, wie ausgeprägt der Handlungsdruck für die Unternehmen der Branche ist. Zudem sind seinen Worten zufolge die gesetzten Rahmenbedingungen für die energieintensive Industrie herausfordernd. Die Politik hat mit Regelungen etwa zu den CO2-Emissionen ihre Ziele klar gesteckt. In der Folge verlangt die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft für die Papierindustrie einen hohen Aufwand für die Unternehmen der Branche.

Auch die Modellfabrik Papier will hier ihren Beitrag leisten. Vor diesem Hintergrund steht die Initiative bezüglich notwendiger öffentlicher Hilfestellungen mit Bund und Ländern in intensiver Kommunikation. Die Gesellschafter der Modellfabrik Papier haben die Modellfabrik Papier als gemeinsame gemeinnützige Initiative Ende Dezember 2020 gegründet, um vorwettbewerbliche Grundlagenforschung zur disruptiven Lösungsentwicklungen für eine 80%ige Energieeinsparung zu betreiben.

In konkreter Umsetzung befindet sich die wissenschaftlich fundierte Roadmap der Modellfabrik Papier, die als Vorbereitung der Forschungsarbeiten dient. Sie soll bis März 2022 fertig gestellt sein. Unterdessen sind Bekaert zufolge erste Forschungsarbeiten bereits auf den Weg gebracht. Diese werden aus Eigenmitteln finanziert.

Nun gelte es, die Vergabe der beantragten und zugesagten Fördermittel zu initiieren, um die vorwettbewerblichen Forschungsvorhaben und das gesamte Projekt der Modellfabrik Papier am Laufen zu halten.

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