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Turbulenzen am Energiermarkt zu große Hürde für Baden Board

23.12.2021 − 

Baden Board hat seine Mitarbeiter freigestellt. Unterdessen wird der Investorenprozess für den in finanzielle Schieflage geratenen Hersteller von Karton fortgeführt.

Der vorläufige Insolvenzverwalter der Baden Board GmbH Marc Schmidt-Thieme, Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme, hatte die Beschäftigten des mittelständischen Karton- und Verpackungsspezialisten in einer Mitarbeiterversammlung über den Stand des Insolvenzverfahrens informiert. Demnach könne er trotz gutem Verfahrensverlauf und tatkräftiger Unterstützung von Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter aufgrund der extremen Entwicklung des Gaspreises die Produktion des Unternehmens nicht weiter aufrechterhalten und muss kurzfristig die „Ausproduktion“ in Gernsbach einleiten.

In der Konsequenz muss er zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens, die zum 1. Januar 2022 erwartet wird, mit rund 200 Beschäftigten auch einen Großteil der Belegschaft freistellen. Unabhängig davon werden rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunächst als Abwicklungsteam im Unternehmen verbleiben.

„Diesen harten Schritt so kurz vor Weihnachten bedauern wir sehr. Wir waren bis dato auf einem guten Kurs. Die weiterhin extrem gestiegenen Energiepreise stellen allerdings eine zu starke Belastung für uns da, so dass wir infolge wirtschaftlicher und insolvenzrechtlicher Vorgaben zwingend handeln müssen“, erklärt Marc Schmidt-Thieme. Mit aktuell rund 184 € pro Megawattstunde sei das für die Produktionsprozesse der Baden Board erforderliche Erdgas so teuer wie noch nie in Deutschland. Ein Ende dieser problematischen Preisentwicklung sei nach wie vor nicht abzusehen, heißt es in einer Erklärung weiter.

Hoffnungsvoll stimme jedoch der Investorenprozess für die Baden Board GmbH. „Das Interesse, in Baden Board zu investieren und den Geschäftsbetrieb fortzuführen, ist nach wie vor groß“, sagt Schmidt-Thieme.

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