EUDR: Bayern startet Änderungsinitiative im Bundesrat für eine „praxistaugliche Umsetzung“

Der Freistaat Bayern hat im Bundesrat eine Initiative gestartet, um die Bundesregierung aufzufordern, diverse Kernpunkte der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EU Deforestation Regulation – EUDR) zu ändern.

In dem Entschließungsantrag „Praxisgerechte Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung und Vermeidung bürokratischer Lasten“ wertet die bayerische Landesregierung den bürokratischen Aufwand, den betroffene Unternehmen zu leisten haben werden, als „unverhältnismäßig“ und „zur Erreichung des Verordnungszwecks unnötig“. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am heutigen Freitag mehrheitlich dem Antrag zugestimmt.

Unter anderem die holzverarbeitenden Wirtschaftszweige wie die Verpackungs- und Papierindustrie stünden durch die neuen Berichtspflichten vor einer „unlösbaren Aufgabe“. Es drohten erhebliche Verwerfungen entlang der Wertschöpfungskette Holz. Zuvor hatte bereits der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE in einem Positionspapier gefordert, die Umsetzung um mindestens zwei Jahre zu verschieben.

Laut dem Antrag soll der Bundesrat die Bundesregierung dazu auffordern, mit der EU kurzfristig über Änderungen der Verordnung zu verhandeln. So sollten unter anderem die Fristen für die Implementierung der EUDR verlängert werden.

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