Augsburger Druck- und Verlagshaus muss nach erfolgloser Investorensuche schließen

Für die insolvente Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH (ADV) ist keine Fortführungslösung mehr in Sicht. Nachdem der gestartete Investorenprozess ohne Ergebnis geblieben ist, soll der Betrieb des Traditionsunternehmens nun eingestellt werden.

Die Produktion läuft den Angaben zufolge noch bis Ende August weiter. Hintergrund der Schließung sind unter anderem die schwierigen Rahmenbedingungen in der Druckindustrie. Belastet wurde die wirtschaftliche Entwicklung demnach durch den intensiven Wettbewerbsdruck sowie deutlich gestiegene Kosten für Energie, Papier und Logistik. Hinzu kam, dass eine geplante Zwischenfinanzierung scheiterte und dadurch eine Liquiditätslücke entstand. Das Druckunternehmen mit Sitz in Augsburg-Lechhausen hatte Ende März Insolvenz angemeldet.

Im Zuge des vorläufigen Insolvenzverfahrens hatte Insolvenzverwalter Georg Jakob Stemshorn einen strukturierten Investorenprozess eingeleitet, um eine Perspektive für den Geschäftsbetrieb zu schaffen. Trotz Gesprächen mit Interessenten konnte jedoch kein Käufer gefunden werden. „Wir haben in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit potenziellen Investoren geführt und verschiedene Fortführungsszenarien geprüft. Das wirtschaftliche Umfeld ist derzeit jedoch schwierig, viele Investoren agieren sehr zurückhaltend. Leider konnten wir trotz aller Bemühungen keine Lösung erzielen“, sagt Stemshorn. Betroffen von der Schließung sind rund 100 Beschäftigte.

Das ADV blickt auf eine mehr als 175-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Das Unternehmen war auf die Herstellung von Katalogen, Magazinen, Mailings und Werbesendungen spezialisiert. Andere Gesellschaften der Unternehmensgruppe, darunter die Franz Schoder Druck GmbH & Co. KG in Gersthofen, sind von der Insolvenz nicht betroffen, da sie rechtlich eigenständig sind.

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