Insolventes Augsburger Druck- und Verlagshaus sucht nach neuen Investoren

Die Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH (ADV) ist in finanzielle Schieflage geraten. Die strukturelle Schwäche der Printbranche habe das Unternehmen laut Insolvenzverwaltung in ein vorläufiges Insolvenzverfahren gedrängt.

Das Amtsgericht Augsburg ordnete einer Mitteilung zufolge am 31. März 2026 das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen des Druckunternehmens mit Sitz in Augsburg an. Weiterhin bestimmte das Gericht Georg Jakob Stemshorn von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Das ADV, welches auf eine mehr als 175-jährige Unternehmensgeschichte zurückblickt, ist auf die Herstellung von Katalogen, Magazinen, Mailings und Werbesendungen spezialisiert. In den vergangenen Jahren habe das Druckhaus laut Insolvenzverwalter die Folgen tiefgreifender Strukturveränderungen in der Druckindustrie zu spüren bekommen. Insbesondere der anhaltend starke Preiswettbewerb sowie die erheblich gestiegenen Kosten für Energie, Papier und Logistik hätten das Ergebnis belastet. Eine geplante Zwischenfinanzierung konnte zuletzt nicht umgesetzt werden, wodurch eine Liquiditätslücke entstand und der Insolvenzantrag unvermeidbar geworden sei.

Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens mit rund 100 Mitarbeitenden wird uneingeschränkt fortgeführt, heißt es weiter. Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate abgesichert. Vorrangiges Ziel sei es nun, die wirtschaftliche Lage umfassend zu analysieren und eine tragfähige Fortführungslösung zu erarbeiten, heißt es weiter.

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