
Das Bundeskartellamt hat den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am Medienhaus BruneMettcker durch die NOZ/mh:n Mediengruppe freigegeben. Gegen das Vorhaben bestünden der Behörde zufolge keine wettbewerblichen Bedenken. Mit dem Einstieg wird die Mediengruppe Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens.
BruneMettcker hatte sich nach eigenen Angaben auf die Suche nach einer neuen langfristigen Partnerschaft begeben, nachdem die bisherige Partnerin Nordwest-Zeitung Teil der Madsack Mediengruppe geworden war.
Die NOZ/mh:n hatte bereits im Mai angekündigt, 50,01 % der Anteile an dem Wilhelmshavener Verlagshaus übernehmen zu wollen. Das Medienhaus BruneMettcker gibt unter anderem die „Wilhelmshavener Zeitung“ und das „Jeversche Wochenblatt“ heraus. Die Partner wollen künftig ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Inhalte, Vermarktung, Technik und Verwaltung ausbauen. Gleichzeitig sollen die Lokalredaktionen in Wilhelmshaven und Jever eigenständig bleiben und weiterhin die lokale Berichterstattung verantworten. Die NOZ/mh:n setzt damit ihre Wachstumsstrategie fort. Erst im Dezember 2025 hatte der Verlag zwei Zeitungen aus Ostfriesland übernommen.
Die NOZ-Gruppe umfasst rund 50 Unternehmen in fünf Bundesländern. Der Konzern gibt 32 Tageszeitungen und 28 Wochenzeitungen heraus und beschäftigt eigenen Angaben zufolge mehr als 3.000 Mitarbeitende an etwa 60 Standorten. Die verkaufte Auflage der Tageszeitungen liegt demnach bei rund 270.000 Exemplaren. Hinzu kommen etwa 120.000 Digitalabonnements. Das Medienhaus BruneMettcker mit Sitz in Wilhelmshaven verlegt die Tageszeitungen „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“. Das Unternehmen beschäftigt rund 40 Mitarbeitende und ist neben dem Zeitungsgeschäft auch in der Vermarktung von Werbeleistungen aktiv.
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