Bundestarifverhandlungen Papier 2024: Verband kritisiert Gewerkschaft

Im Rahmen der zweiten Bundestarifverhandlungen für die rund 46.000 Beschäftigten in der Papier- und Zellstoffindustrie hat der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE die IGBCE kritisiert: Die Gewerkschaft ignoriere die wirtschaftliche Realität in der Papier- und Zellstoffindustrie.

In der Verhandlungsrunde am 8. Oktober 2024 konnte keine Einigung erzielt werden, obwohl, so heißt es in einem Statement des Verbands, die Papier-Arbeitgeber die Verhandlungen im Zeichen der Stärkung der Sozialpartnerschaft und der Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Branche in Deutschland standen. „Daran scheint die IGBCE kein Interesse zu haben. Wir sind zwar weiterhin gesprächsbereit, doch können unsere mehr als große Verwunderung und Enttäuschung nicht verbergen, dass sowohl das Angebot einer langfristigen, zukunftsorientierten Transformationspartnerschaft als auch unsere Tarifangebote von der IGBCE so deutlich abgelehnt wurden. Die IGBCE ignoriert die wirtschaftliche Realität komplett", so Verhandlungsführer Ulrich Wienbeuker, Vorsitzender des Ausschusses Tarifpolitik und Bildung sowie Vizepräsident DIE PAPIERINDUSTRIE. Das Angebot der Arbeitgeber zu einer Transformationspartnerschaft setzte sich aus verschiedenen konkreten Maßnahmen zusammen, unter anderem die Gründung eines paritätisch besetzten Gremiums zur Transformationspartnerschaft sowie die Modernisierung der Altersvorsorge und der Schichtarbeit. Basis ist eine Entgelterhöhung um 2,5 Prozent zum Januar 2025 und weiteren 2,5 Prozent zum Januar 2026.

Die IGBCE war mit der Forderung nach einer Entgelterhöhung um 8 % in die Tarifverhandlungen gegangen.

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