bvdm misst sinkendes Geschäftsklima deutscher Druckunternehmen angesichts des Irankriegs

Das Geschäftsklima in der deutschen Druck- und Medienindustrie verschlechterte sich laut bvdm im März 2026. Zwar wird die eigene Geschäftslage von den durch das Ifo-Institut befragten Unternehmen besser bewertet als im Vormonat, jedoch wirkt sich der Irankrieg nach Einschätzung des Verbands auf die Erwartungen der Entscheider für die kommenden sechs Monate aus.

Die Geschäftserwartungen der deutschen Druckunternehmen haben sich nach Zahlen des Bundesverbands Druck und Medien e. V. (bvdm) im März eingetrübt. Demnach sank der saisonbereinigte Index gegenüber dem Vormonat um 6,9 % auf 85,8 %, wodurch er um 9,6 % unter dem Wert des Vormonats liegt. Eine Verbesserung der Lage erwarten 5 % der Unternehmen, 37 % eine Verschärfung der Situation und der Großteil von 58 % geht für die nächsten sechs Monate von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus. Der daraus resultierende Saldo rutscht auf -34 % (Februar: -22%).

Der bvdm führt diese Einschätzung auf die Blockade der Straße von Hormus infolge des Irankriegs zurück. Bereits jetzt seien Anstiege der Transportkosten und Versicherungspolicen bei Schiffen festzustellen. Der Verband sieht zudem die mögliche Gefahr von Lieferkettenproblemen, da die Schifffahrtsrouten über das Kap der guten Hoffnung die Transportdauer um 14 Tage verlängert. Je länger der Konflikt im Nahen Osten andauere, desto länger werde es nach bvdm-Einschätzung dauern, bis sich Markt und Preise erholen.

Großteil der Druckunternehmen erwartet weiter hohe Preise für Rohstoffe

Bei den Verkaufspreisen erwarten 70 % gleichbleibende Preise über das kommende halbe Jahr. 27 % der befragten Betriebe gehen von weiter steigenden Preisen aus, während 3 % mit einem Sinken der Preise rechnen. Daraus ergibt sich ein saisonbereinigter Saldo von 24 %, welcher 16 % über dem des Vormonats Februar liegt.

Von den befragten Unternehmen bewerten 12 % ihren aktuellen Auftragsbestand als positiv, 39 % als negativ und 49 % neutral. Der sich daraus ergebende Saldo von -27 % stellt eine Verbesserung zum Februar dar, in dem der Saldo noch bei -39 % gelegen hatte.

Zur deutschen Druck- und Medienwirtschaft gehören nach Angaben des bvdm rund 6.300 Betriebe mit insgesamt über 99.000 Mitarbeitenden.

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