BVDM und Verdi stehen vor Beginn der Tarifverhandlungen

Im Vorfeld des Starts der Tarifverhandlungen in der Druckindustrie am 6. Juli 2026 haben der Bundesverband Druck und Medien und die Gewerkschaft Verdi ihre jeweiligen Positionen bekräftigt.

Der BVDM ruft die Gewerkschaft zu einem „konstruktiven Dialog“ statt einer „ritualisierten Tarifauseinandersetzung“ auf. Die Printbranche befinde sich weiterhin in einer angespannten wirtschaftlichen Lage. Auslastung, Produktivität, Umsatz und Beschäftigung entwickelten sich seit längerem negativ. Gleichzeitig verschärfe sich der internationale Wettbewerb, da Druckprodukte zunehmend in Ländern mit niedrigeren Produktionskosten hergestellt würden.

Gewerkschaft fordert 7 % mehr Lohn- und Gehalt

Nach Angaben des Arbeitgeberverbands fehlt den Unternehmen aufgrund der schwachen Auftragslage der notwendige Spielraum für zusätzliche Belastungen. Die von ver.di geforderte Lohn- und Gehaltserhöhung von 7 % bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sei angesichts der wirtschaftlichen Situation vieler Druckereien nicht finanzierbar. Eine solche Steigerung der Arbeitskosten würde die Lage vieler Betriebe weiter verschärfen, Investitionen bremsen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland schwächen, so der BVDM.

Verdi hatte zuvor die Forderung von 7 % mehr Lohn und Gehalt für die rund 99.000 Beschäftigten der Druckindustrie beschlossen. Die Gewerkschaft begründet die Forderung mit anhaltend hohen Preisniveaus und einer zuletzt wieder anziehenden Inflation, die spürbare Einkommenssteigerungen erforderlich machten.

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