
Die Tarifverhandlungen für die rund 95.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie sind nach ihrem Auftakt am 6. Juli in Berlin vertagt worden. Nach Angaben des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) dauerten die Gespräche rund zwei Stunden.
Die Arbeitgeber wiesen die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach einer Lohn- und Gehaltserhöhung von 7 % bei einer Laufzeit von zwölf Monaten mit Verweis auf die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage der Branche als nicht realisierbar zurück.
Nach Angaben des BVDM verliefen die Gespräche in konstruktiver Atmosphäre, eine Annäherung der Positionen sei jedoch nicht erreicht worden. Die Arbeitgeber verwiesen erneut auf rückläufige Umsätze, Insolvenzen und den Wettbewerb aus dem Ausland. Ein Tarifabschluss in der von Verdi geforderten Höhe würde die Unternehmen in der aktuellen Situation überfordern und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter beeinträchtigen.
Verdi hatte im Vorfeld der Verhandlungen eine Forderung nach 7 % mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten der Druckindustrie beschlossen und diese mit den anhaltend hohen Preisniveaus sowie der zuletzt wieder anziehenden Inflation begründet.
Die Tarifverhandlungen sollen am 25. August in Berlin fortgesetzt werden.
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