
Bei einem Großbrand im brandenburgischen Oranienburg ist eine Lagerhalle des Papphülsenhersteller Merker GmbH schwer beschädigt worden. Die Halle im Gewerbepark Süd geriet am Sonntagmittag, 5. Juli, in Brand und stürzte im weiteren Verlauf des Einsatzes ein.
Auf dem Betriebselände befinden sich insgesamt drei Hallen. Die mittlere Halle wurde durch das Feuer vollständig zerstört, während die Feuerwehr eigenen Angaben zufolge ein Übergreifen der Flammen auf die beiden angrenzenden Gebäude verhindern konnte.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der in der Halle gelagerten Materialien schwierig. Nach Angaben der Stadt Oranienburg befand sich in dem Gebäude Papier, wodurch die Brandlast entsprechend hoch war. Zudem war auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert.
Schaden geht in die Millionen
Die Feuerwehr war über mehrere Tage im Einsatz. Nach dem Einsturz der Halle mussten Trümmer mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden, um verbliebene Glutnester zu erreichen. Erst in der Nacht zum Mittwoch konnte der Brand vollständig gelöscht werden.
Bei den Löscharbeiten wurden nach Angaben der Stadt vier Einsatzkräfte leicht verletzt. Zudem musste vermutlich mit Brandrückständen belastetes Löschwasser aufgefangen und entsorgt werden. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf mehrere Millionen Euro. Die genaue Brandursache ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Die Merker GmbH ist eigenen Angaben zufolge ein mittelständisches Familienunternehmen in dritter Generation. Es wurde 1901 in Berlin als Buchbinderei gegründet und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Hersteller von Kartonagen und Papphülsen. Die Fertigung von Papphülsen bildet heute den Schwerpunkt der Produktion. Aufgrund des Umsatzwachstums nahm Merker im Jahr 2005 ein neues Werk im brandenburgischen Oranienburg in Betrieb. Der Standort verfügt über eine Grundfläche von 26.000 m² und wurde seit der Inbetriebnahme schrittweise erweitert.
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