Die Koehler-Gruppe unterstreicht die Brisanz der aktuellen Herausforderungen der deutschen Papierindustrie und der wirtschaftspolitischen Forderungen der Unternehmen.
„Müssten wir heute die Entscheidung in den Aufbau unserer neuesten Produktionsanlage in Kehl, in die wir vor 6 Jahren rund 300 Mio € investiert haben, noch einmal treffen, würde sie nicht mehr für den Standort Deutschland ausfallen“, erklärte Dr. Karrer, Vorstand Technik bei der Koehler-Gruppe, im Rahmen eines Besuchs der Papierfabrik in Oberkirch durch politische Vertreter.
Immerhin müsse sich das Unternehmen bei über 70 % Exportanteil mit internationalen Wettbewerbern messen und deren Produktionsbedingungen seien auf den Strompreis bezogen, der einen Großteil an den Entstehungskosten von Papier ausmacht, international weit attraktiver.
Im Rahmen des Besuchs betonten die Vertreter der Koehler-Gruppe, wie wichtig es für den deutschen Mittelstand sei, die Energiepreise in Deutschland für die energieintensive Industrie anzupassen, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.
Koehler Paper musste jüngst ein Investitionsprojekt bezüglich eines Windparks einstellen, nachdem dieser in einem Bürgerbegehren abgelehnt wurde.
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