
Die geplante Gründung eines Joint Ventures (JV) zwischen der UPM-Kymmene Corporation (UPM) und der Sappi Limited (Sappi) wird durch die europäische Kartellbehörde eingehend untersucht. Die Europäische Kommission befürchtet, dass die Transaktion den Wettbewerb auf bestimmten Märkten für die Herstellung und den Vertrieb in den Segmenten der grafischen Papieren und Spezialpapieren im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beeinträchtigen und zu höheren Preisen, geringerer Auswahl oder niedrigerer Qualität führen könnte. Das erklärte die Behörde in einer Mitteilung.
Demnach seien UPM und Sappi bedeutende Anbieter auf den Märkten für gestrichene holzhaltige und holzfreie Papiere (Kommission: CM- and WFC-Paper), und das Joint Venture würde einen erheblichen Teil der Produktionskapazität im EWR kontrollieren. Die beiden Unternehmen seien die Hauptkonkurrenten auf den Märkten für die Produktion und den Vertrieb dieser Papiere im EWR. Die Wettbewerber hätten weder die Möglichkeit noch den Anreiz, Preiserhöhungen durch das Joint Venture auszugleichen.
Siehe dazu Top-10 der Pressepapiere und Top-10 der Feinpapiere.
Darüber hinaus bestehen aufgrund vertikaler und indirekter Effekte vorläufige Bedenken hinsichtlich bestimmter Spezialpapiermärkte, insbesondere für die Herstellung und Lieferung von einseitig gestrichenem Papier als Oberflächenmaterial (C1S) und Haftetiketten (PSL) im EWR, also den Etikettenpapieren. Siehe dazu diesen Artikel.
Die Kommission wird nun eine eingehende Untersuchung der potenziellen Auswirkungen der Transaktion durchführen, um festzustellen, ob sich ihre anfänglichen wettbewerbsrechtlichen Bedenken bestätigen.
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