Druckfarbenindustrie von Irankrieg beeinträchtigt: Forderungen nach Preiserhöhungen im Markt

Hersteller reagieren auf Störungen in den Lieferketten und auf den Energiemärkten

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Die Folgen der Kostensteigerungen im Zuge des Irankriegs erreichen auch die europäische Druckindustrie. So betont die European Printing Ink Association (EuPIA), Brüssel, in einer Stellungnahme, das Geschehen im Nahen Osten und dessen Folgen für die Branche genau zu beobachten.

Die Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus und die anhaltende Umleitung über das Kap der Guten Hoffnung verlängerten demnach die Transitzeiten für chemische Rohstoffe und andere für die Druckfarbenherstellung relevante Materialien um etwa 10–14 Tage, erklärt der europäische Dachverband. Auch die gestiegenen Preise für Brent-Rohöl treiben die Kosten für petrochemische Derivate, die laut Verband wichtig für die Druckfarbenrezepturen sind – darunter Lösungsmittel, Bindemittel, Harze und Additive.

„Wir setzen uns dafür ein, unsere Mitglieder auf dem Laufenden zu halten und uns für Rahmenbedingungen einzusetzen, die die Versorgungssicherheit europäischer Druckfarbenhersteller gewährleisten“, kommentiert Cornelia Tietz, Direktorin der EuPIA, in dem Statement vom 19. März.

Erste Hersteller planen Preiserhöhungen

Vor diesem Hintergrund haben bereits erste Hersteller von Druckfarben Initiativen zur Erhöhung der Preise gestartet. So hat die hubergroup, Hersteller von Farben für die Akzidenz- und Verpackungsindustrie, am 18. März über Pläne informiert, die Preise für das gesamte globale Produktportfolio anheben zu wollen. Diese Entscheidung sei dem EUWID vorliegenden Informationen eine direkte Folge der erheblichen Störungen in den Lieferketten und auf den Energiemärkten, die durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurden.

Damit reagiert die hubergroup laut eigener Aussage auf eingeschränkte Verfügbarkeiten von Harzen, Lösungsmitteln, Pigmenten und Additiven sowie reduzierte Produktionskapazitäten der gesamten Chemieindustrie. Eine konkrete Höhe der Aufschläge nannte das Kirchheimer Unternehmen nicht. Die Preisanpassungen sollen dabei je nach Produktkategorie und Rohstoffzusammensetzung variieren.

Auch der Druckfarbenhersteller Sun Chemical betonte, „ab sofort“ Preise zu erhöhen und für alle Produktbereiche Zuschläge erheben zu wollen. Sun Chemical wird seine Kunden direkt über konkrete Preiserhöhungen und Zuschläge informieren, heißt es von Seiten des Druckfarbenherstellers.

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