Metsä Board: Bilanz durch schwache Nachfrage, US-Zollpolitik und Überkapazitäten unter Druck

Q3: Produktion von Faltschachtelkarton sinkt deutlich gegenüber 2024

Vor dem Hintergrund einer weiter herausfordernden Lage im Markt für Karton ist Metsä Board tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

Die Nachfrage seitens der Kunden, die Zollpolitik der US-Regierung sowie bestehende Überkapazitäten im Kartonmarkt beeinflussten die Ergebnisse des Herstellers von Frischfaserkarton und weißem Kraftliner, heißt es im Bilanzbericht zum bisherigen Jahresverlauf.

Für die Zeit von Januar bis September 2025 beliefen sich die Umsätze des Kartonproduzenten auf 1,382 (Jan.-Sept. 2024: 1,492) Mrd €. Auch das EBITDA entwickelte sich rückläufig und sank auf 33,4 (149,4) Mio €. Insgesamt verbuchte Metsä Board für die ersten neun Monate einen weiteren Nettoverlust, der sich schließlich auf -69,8 (41,9) Mio € summierte. Auswirkungen auf das Ergebnis hatten unter anderem die im Juni vollzogene Schließung der Kartonfabrik Tako. Auch der vorübergehende Stillstand in der Kartonfabrik Simpele für Umbau- und Investitionsprojekte sowie im Werk Husum trugen zur schwachen Profitabilität Metsä Boards bei.

Die Lieferungen von Faltschachtelkarton summierten sich laut Bericht bis Ende September auf 704.000 (770.000) t. Weitaus deutlicher sank die Produktion und summierte sich schließlich auf 684.000 (811.000) t.

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