Der europäische Verband der Papierindustrie Cepi, Brüssel, sieht die geplante Verschiebung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EU-Deforestation Regulation – EUDR) positiv.
Diese biete eine Gelegenheit, einen stärkeren Rahmen zur Bekämpfung der Entwaldung zu entwickeln. Das von der EU entwickelte Informationssystem zur Rückverfolgung der Rohstoffe müsse jedoch noch fertig gestellt werden. Außerdem fehle weiterhin das Benchmarking-System, mit welchem die Risikoniveaus nach Ländern bewertet werden sollte, schreibt Cepi in einem Positionspapier. EUDR sei zu wichtig, um sie nicht richtig zu machen, kommentiert Cepi die Verschiebung.
Auch der deutsche Verband der Papier- und Zellstoffindustrie DIE PAPIERINDUSTRIE, Berlin, reagiert in einem Statement erleichtert. Zwar seien die Zustimmung des Europäischen Parlamentes und des Rates noch erforderlich, gelten laut Verband aber als sicher.
"Die Verschiebung der Umsetzung der EUDR ist als besonderer Erfolg der gemeinsamen Lobbyaktivitäten verschiedener Stakeholder und Verbände zu bewerten, insbesondere des Europäischen Dachverbandes Cepi. Die Mitglieder und Mitarbeiter des Verband DIE PAPIERINDUSTRIE haben sich in den letzten Monaten ebenfalls intensiv und aktiv für eine Verschiebung auf allen politischen Ebenen eingesetzt", erklärt der Verband und ergänzt: „Bis zum Inkrafttreten werden wir weiter an einer Verbesserung der EUDR im Sinne der Interessen unserer Mitglieder arbeiten.“
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