Print Digital Convention setzt auf Networking in Zeiten von Kostendruck und Konsolidierung

Die Print Digital Convention 2026 (PDC) in Düsseldorf brachte erneut Akteure aus der Druckbranche zusammen und setzte den Fokus auf praxisnahe Anwendungen aktueller Branchentrends.

Über 50 Aussteller präsentierten Anwendungen von personalisierten Printprodukten über automatisierte Workflows bis hin zu intelligenten Verpackungslösungen. Dabei standen insbesondere Themen wie E-Commerce, Customer Experience, datengetriebene Kommunikation, Packaging sowie Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt.

Den Veranstaltern zufolge zählte die diesjährige PDC etwa 1.700 Besucher, was etwa 1.000 mehr waren als im Vorjahr 2025. „Die Energie und Offenheit, die in diesem Jahr auf der PDC spürbar war, hat gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach Austausch, Orientierung und neuen Perspektiven in der Branche aktuell ist“, sagt Rüdiger Maaß, Geschäftsführer des Fachverbandes Medienproduktion.

Die beiden Keynotes der Veranstaltung rückten die Themen Veränderungsfähigkeit und persönliche Resilienz in den Fokus. Während Markus Morawe die erfolgreiche Gestaltung von Transformationsprozessen in Unternehmen beleuchtete, widmete sich Osman Tüccaroglu den persönlichen Voraussetzungen für Erfolg in einem zunehmend dynamischen Marktumfeld.

Nachfrage von Verpackungsproduzenten stabil, Unsicherheiten bleiben

Im Rahmen von Gesprächen des EUWID mit Ausstellern ergab sich ein heterogenes Stimmungsbild zur Branchensituation. Einzelne Druckdienstleister berichteten von einer insgesamt schwächer gewordenen Kundennachfrage, von der der größte Teil derzeit aus der Verpackungsindustrie stamme. Gleichzeitig betonten Maschinenhersteller und Druckdienstleister, dass Kundenanforderungen zunehmend auf Effizienzsteigerungen, Automatisierung und Kostenoptimierung ausgerichtet sind und sehen dies als Folge des weiterhin hohen Kostendrucks.

Parallel dazu setzt sich nach Einschätzung einiger befragter Maschinenbauer und Druckunternehmen der Trend zu kleineren Auflagen fort. Daraus resultiert ein steigender Bedarf an flexiblen Produktionssystemen, die schnelle Wechsel, variable Datenverarbeitung und wirtschaftliche Kleinserien ermöglichen.

Zudem war bei zahlreichen Ausstellern ein deutliches Bewusstsein für die aktuell angespannte Branchensituation spürbar. Mehrere Gesprächspartner verwiesen auf eine fortschreitende Konsolidierung im Markt. Allerdings besteht unter den Akteuren keine einheitliche Einschätzung dazu, ob diese Entwicklung langfristig eher Stabilität oder zusätzliche Risiken für die Vielfalt im Markt bringt.

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