Der Hygienepapierhersteller Sofidel hat in seiner Papierfabrik Frouard im französischen Grand‑Est einen neuen Biomassekessel in Betrieb genommen.
Ziel der Installation ist es den Angaben zufolge, einen Teil der bisher mit Erdgas erzeugten Dampfenergie zur Trocknung der Tissue‑Produktion zu ersetzen. Die Investition wird im Rahmen des staatlichen BCIAT‑Programms von der französischen Umwelt‑ und Energieagentur Ademe gefördert. Zusammen mit dem zweiten Biomassekessel, der bereits 2014 installiert wurde, deckt die Fabrik künftig rund 95 % des Dampfbedarfs der zwei Papiermaschinen vor Ort ab. Erdgas bleibe lediglich für Spitzenlasten und als Reserve vorgesehen, heißt es weiter.
Der neue Kessel reduziert die CO₂‑Emissionen der Papierfabrik um etwa 9.100 jato. Der bereits 2024 angekündigte Bau sei Teil der gruppenweiten Dekarbonisierungsstrategie Sofidels. Diese sieht vor, den Anteil erneuerbarer Energien in der gesamten Produktion zu erhöhen. Luigi Lazzareschi, CEO der Sofidel-Gruppe erklärt: „Für Sofidel ist der Weg zur Dekarbonisierung nicht nur eine regulatorische Vorgabe, sondern eine klare wirtschaftliche Entscheidung. In Frankreich stellt Biomasse eine wertvolle Ressource dar, in die wir investiert haben und weiterhin investieren werden“.
Sofidel beschäftigt insgesamt 9.500 Mitarbeitende und verfügt über eine Produktionskapazität von rund 2 Mio jato Hygienepapierprodukte. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 3,225 Mrd €.
Diesen Artikel und andere Berichte und weitere Nachrichten lesen Abonnenten von EUWID Papier und Zellstoff im aktuellen Heft (Printausgabe oder E-Paper). Sie können unsere Print- und Digitalangebote kostenlos und unverbindlich testen - bestellen Sie hier.
Kennen Sie schon unseren kostenlosen Email-Newsletter? Schauen Sie mal rein https://www.euwid-papier.de/newsletter/