Die deutsche Papier- und Zellstoffindustrie stand auch 2025 massiv unter Druck und musste bei Produktionsmenge, Absatz und Umsatz Rückgänge hinnehmen. Der Verband Die Papierindustrie beklagt, dass die Unternehmen trotz der Entlastung bei den Energiepreisen keine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit verspüren. Vielmehr drohe ihnen der Verlust an Substanz und Resilienz.
Laut Verband lag die Gesamtproduktion der deutschen Papier- und Zellstoffindustrie 2025 aufgrund des strukturell bedingten Mengenrückgangs insbesondere bei den graphischen Papieren 2,5 % unter dem Vorjahresniveau und erreichte 18,7 Mio t. Dementsprechend ging auch der Gesamtabsatz um 1,7 % zurück (18,7 Mio t). Unter anderem aufgrund des starken Preisdrucks durch internationale Wettbewerber, die von günstigeren Standortfaktoren profitieren, reduzierte sich der Gesamtumsatz um 5,0 % auf 14,2 Mrd €.
Verpackungspapiere verbuchten auch 2025 im Zuge des weiterwachsenden Online-Handels eine Produktionssteigerung in Höhe von 1,8 %. Technische und Spezialpapiere erzielten ein Produktionsplus von 1,3 %. Bei den graphischen Papieren ist die Lage angesichts der weiter tiefgreifenden Änderungen im Kommunikations- und Medienbereich dagegen nach einem erneuten zweistelligen Produktionsminus in Höhe von 16,7 % dramatisch. In Deutschland fiel der Rückgang mehr als doppelt so hoch aus wie in Europa, wo die Produktion graphischer Papiere 2025 um etwas mehr als 7 % zurückging. Diese Entwicklung unterstreicht die Wettbewerbsnachteile des heimischen Standortes. Auch die Produktionsmenge von Hygienepapieren reduzierte sich im vergangenen Jahr leicht um 2,8 %.
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