Verband Die Papierindustrie kritisiert Industriestrompreis

Der Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen in Deutschland wird nach Einschätzung des Verbands die Papierindustrie für die Papierbranche keine finanzielle Erleichterung bringen.

Dass Unternehmen der Papier- und Zellstoffindustrie zwischen der bestehenden Strompreiskompensation (SPK) und dem neuen Industriestrompreis wählen müssten und eine Kumulation nicht erlaubt sei, würde die Wahl des Industriestrompreises unattraktiv machen, heißt es in einer Mitteilung.

Da die Strompreiskompensation in der Regel eine höhere Entlastungswirkung entfalte, werde die Branche überwiegend auf einen Wechsel in den Industriestrompreis verzichten, heißt es weiter.

Verbandspräsident Hans-Christoph Gallenkamp kritisiert die Rahmenbedingungen: „Eine Kumulierung ist nicht erlaubt“, erklärte er mit Blick auf die beiden Entlastungsinstrumente. Damit entfalle für viele Standorte der Papierindustrie die Möglichkeit, von einer weitergehenden Strompreissenkung zu profitieren.

Vor diesem Hintergrund widerspricht der Verband Darstellungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), wonach insbesondere Hygienepapierhersteller als Beispiele für mögliche Entlastungen durch den Industriestrompreis herangezogen worden seien.

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