Verdacht auf Preisabsprachen: Bundeskartellamt führt Untersuchung bei Tissue-Herstellern durch

Das Bundeskartellamt ermittelt wegen möglicher wettbewerbsrechtlicher Absprachen im deutschen Markt für Hygienepapiere. Die Wettbewerbsbehörde hat am 26. November 2024 eine Durchsuchung bei insgesamt sieben Tissue-Herstellern an neun Standorten der Papierindustrie in Deutschland durchgeführt.

Dabei ermittelt das Bundeskartellamt wegen des Verdachts auf mögliche wettbewerbsbeschränkende Preis- und Mengenabsprachen der betroffenen Papierfabriken, erklärte ein Sprecher der Behörde auf EUWID-Anfrage. Die Durchsuchung erfolgte demnach den Unternehmensbereichen Produktion und Vertrieb von Hygienepapieren.

Der Sprecher der Behörde betonte, dass die Durchsuchungen noch keinen Beleg für einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht darstellen und dass bis zum Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung gelte.

Zu den Marktteilnehmern machte das Bundeskartellamt keine Angaben. Metsä Tissue bestätigte in einem Statement eine „unangekündigte Prüfung im Tissue Papierwerk Kreuzau“. Auch der Hygienepapierhersteller Wepa bestätigte auf EUWID-Anfrage Durchsuchungen. Andere Unternehmen gaben bislang keine öffentliche Stellungnahme ab.

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