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Austropapier: Österreichische Papierfabriken schlagen Alarm

08.10.2021 − 

Österreichs Papierfabriken geraten durch die global rasant wachsenden Rohstoff- und Energiepreise in einen Teufelskreis. Dies habe bereits zu Irritationen der Druckereibranche geführt, teilt der Vereinigung der österreichischen Papierindustrie Austropapier mit.

Deshalb unterstreiche die Papierindustrie ihre langjährige Forderung nach Maßnahmen zur Standortsicherung mit zuverlässigen und wettbewerbsfähigen Rohstoff- und Energiekosten.

Der Verband berichtet von einem Kostenschub mit bedrohlicher Geschwindigkeit. Erhöhte Nachfrage bei Papier führe auch zu steigendem Bedarf an Rohstoffen, Energie und Arbeitskraft. Bei fast allen Faktoren gebe es zurzeit Kostenerhöhungen.

Aktuell rückten vor allem die Gas- und Strompreise in den Fokus, die sich innerhalb weniger Wochen verdreifacht haben, beziehungsweise um 60 % gestiegen sind. Bei einem Jahreseinkauf von rund 600 Mio cbm sei das besonders für Werke, die von Gas abhängig sind, eine bedrohliche Situation.

Zum Problem würden auch übliche Vertragsmodalitäten beitragen. Für viele Produkte und wichtige Kunden seien Liefer- und Preisverträge ein Jahr gültig. Auf der anderen Seite würden zusätzliche Energie-Kontrakte kurzfristig, zu tagesaktuellen Preisen, vereinbart. Einige Werke hätten also aktuell Lieferverpflichtungen zu horrenden Einkaufspreisen.

Da die variablen Kosten über den Erlösen liegen würden, bekämen Unternehmen schon bald große Probleme.

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